Ausgebucht Sommerkonzert im "hof" mit Isabel Jasse

LEIDER AUSGEBUCHT

Sommerkonzert mit Isabel Jasse

Gitarre und Gesang

Veranstalter: der hof Niederursel e.V.  in Kooperation mit dem Amselhof Kulturverein e.V.

Das Hofcafé ist geöffnet

Mehr zu Isabel Jasse

Klimakrise, Artensterben, Bodenzerstörung … Fehler im System oder Abbild unserer Gesellschaft?

In dem Workshop gehen wir auf die Suche nach den inneren Ursachen und Gründen für die Umweltkrisen. Was wir vordergründig als Vorgänge in der Umwelt erleben, ist auch Ausdruck unserer Gesellschaft und unseres eigenen Alltagsbewusstseins. Wenn wir die Umweltprobleme nicht nur als Fehler im System betrachten, die die für dieses Zuständigen bitteschön korrigieren sollen, stellt sich die Frage nach neuen Gesellschaftsformen und die Rolle jedes Einzelnen dabei. Eine Konfrontation mit uns selbst bleibt dabei nicht aus. – Der in der anthroposophischen Menschenkunde gründende Ansatz der Sozialen Dreigliederung ist kein abstraktes Gesellschaftsmodell, sondern regt dazu an, die Verhältnisse tiefer zu verstehen und gemeinsam nach Wegen zu grundsätzlichen gesellschaftlichen Veränderungen zu suchen.
Wir werden in dem Workshop von den Erlebnissen, Gedanken und Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgehen: Wo wird ein Problem, eine Krise erlebt? Was genau ist die Krise? Wo werden Ursachen/Gründe gesehen – und bei wem? Anhand von einigen Postern können grundlegende Zusammenhänge nachvollzogen werden.

Mit Hartmut Stickdorn, Heileurythmist, Sozialkünstler/Soziale Plastik, Mitbegründer und langjähriger Mitarbeiter des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe in Berlin, lebt und arbeitet in Frankfurt

Aufgrund der derzeit nur begrenzt möglichen Teilnehmerzahl bitten wir um Voranmeldung (bitte auch Adresse und Telefonnummer angeben)

Welche Kultur braucht es, um die Natur zu retten?

Klimakatastrophe, Plastik im Meer, Insektensterben – die Beziehung zwischen uns Menschen und unserer Welt ist aus dem Gleichgewicht. Wir haben über die Jahrtausende immer feinere Kulturtechniken entwickelt, uns die Erde untertan gemacht und so unsere Lebensgrundlagen zerstört. Wie muss sich unsere Kultur verändern, damit wir aus der evolutionären Sackgasse noch herauskommen?

Darüber diskutieren:

Prof Dr. Dr. Volker Mosbrugger, Generaldirektor des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg

Matthias Schenk, Gründer und Leiter von Schloss Freudenberg, Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens

Termin: Dienstag, 09. Juni 2020 I 19.30 Uhr, großer Saal am hof, Eintritt frei, Spenden erbeten. Aufgrund der derzeit nur begrenzt möglichen Teilnehmerzahl bitten wir um Voranmeldung

Oberuferer Christgeburtsspiel

Wenn die „hof-Kumpanei“, die in diesem Jahr das alte Hirtenspiel einstudiert hat, ihren ersten Gesang anstimmt und: “Unseren Eingang segne Gott“ erklingt, dann ist die Stimmung im Saal fast mit Händen zu greifen, so dicht und voller Freude darüber, dass es wieder Weihnachten werden kann.

Geeignet für Kinder ab 5 Jahren

Zum Jahresausklang verabschieden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "hofs".

Ohne Anmeldung, keine Reservierung möglich. Bitte kommen Sie rechtzeitig -besonders an Heiligabend ist die Aufführung sehr gut besucht!

Oberuferer Christgeburtspiel

Wenn die „hof-Kumpanei“, die in diesem Jahr das alte Hirtenspiel einstudiert hat, ihren ersten Gesang anstimmt und: “Unseren Eingang segne Gott“ erklingt, dann ist die Stimmung im Saal fast mit Händen zu greifen, so dicht und voller Freude darüber, dass es wieder Weihnachten werden kann.

Geeignet für Kinder ab 5 Jahren

Zum Jahresausklang verabschieden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "hofs".

Ohne Anmeldung, keine Reservierung möglich - bitte kommen Sie rechtzeitig!

Tag der offenen Hoftore

Der "Tag der offenen Hoftore" hat eine lange Tradition. Seit vielen Jahren lockt des herbstliche Fest Besucher in die malerischen Fachwerkgehöfte im alten Ortskern Niederursels. Auch dieses Jahr möchten wir Sie ganz herzlich einladen, am Donnerstag, den 3. Oktober mit uns zu feiern. In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto "Nachhaltigkeit". Zahlreiche Initiativen, die versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen, präsentieren sich.

Ein Ort, der guttut

Verena Holly und Sandra Brinkmann to Broxten erkären die Schilasmühle

 

» Was entsteht da in der Schilasmühle?

V: Ein Ort für Kinder, aber auch für Erwachsene, an dem sie Natur und Tiere erleben können. Ein Ort, der guttut, weil die Natur die Lebenskräfte stärkt. Ein Ort, an den man gern hingeht, sich wohlfühlt - eine Heimat. Auch für Kinder, die in schwierigeren Umständen leben.

S: Kinder sollen sich selbst spüren und erleben und auch mal im Matsch wühlen können. Es soll ein wohltuender Ort sein in dieser wunderbaren Niederurseler Bachaue, die sich geradezu dafür anbietet.

» Wie entstand diese Idee?

S: Die Mühle hat den Gedanken geweckt, dass hier ein Raum der Naturerfahrung und der Tiere entstehen könnte. Denn am hof wird so vieles rund ums Kind angeboten, aber ein solcher Raum hat noch gefehlt.

V: In Frankfurt gibt es Museen und den Zoo, aber Nutztiere sind kaum erlebbar. Es gibt weniger Hühner oder Schafe oder Esel. Als es überall einen Bauernhof mit Tieren in der Nähe gab, war auch der Jahreslauf präsenter: Immer wurde gepflügt, gesät, geerntet, weiterverarbeitet. Das bekommen Kinder heute nicht mehr mit. Wo kommt etwas her, was muss ich dafür tun, wo kann ich selbst Hand anlegen: Diese Zusammenhänge wollen wir vermitteln.

S: Es geht um sinnhafte Tätigkeiten in der Natur, die auch ein Ergebnis haben: Man mistet den Schafstall, bringt den Mist auf den Misthaufen, später kommt er auf die Felder. Dort wachsen die Karotten, die das Schaf wiederum zu fressen bekommt. Wenn wir es schaffen, solche Kreisläufe für Kinder erlebbar zu machen, ist das eine tolle Erfahrung.

» Welche Rolle spielt dabei das Tier, mal abgesehen vom Mist?

V: Die Arbeit mit Tieren in der Pädagogik ist wunderbar vielfältig. Das Tier ist ein Gegenüber. Das beginnt mit der Frage, wie nähere ich mich dem Tier, welche Signale sendet es mir, wie reagiert es auf mich. Ich bekomme ein ganz schnelles Feedback: Wenn ich mich hektisch und ruckartig einem Esel nähere, weicht er zurück. Dann merken Kinder schnell, dass sie sich vielleicht anders verhalten müssen, als sie es gewohnt sind und erleben gleich den Unterschied.

S: Heute war ich ganz neidisch: Ein Mädchen, etwa zweite Klasse, ging in den Hühnerstall, und eine Henne hat sich sofort auf ihren Schoß gesetzt - das hat die bei mir noch nie getan! Was hat dieses Kind anders gemacht als ich? Und unser Esel, Hermine, hat wohl schlechte Erfahrungen mit Erwachsenen gemacht, aber je kleiner Menschen sind, je besser verträgt sie es und bleibt ruhig stehen. Kinder haben also einen anderen Zugang.

» Welche Tiere sind am beliebtesten bei den Kindern?

S: Alle haben eine Tierart, mit der sie am liebsten umgehen. Manche suchen sich ein Tier, das ihnen ähnlich ist, manche eher eines, bei dem sie spüren, dass es sie braucht, dass sie eine Eigenschaft haben, mit der sie dem Tier helfen können. Manche sind mutig und übernehmen Verantwortung für ein Tier, das ihnen etwas abverlangt; andere brauchen vielleicht selbst mehr Bestätigung.

V: Kinder haben ein Gespür dafür, was sie gerade brauchen. Und die Tiere spiegeln ihnen ihre Emotionen. Sie bewerten nicht, sie nehmen die Kinder so, wie sie sind. Sie sind nicht nachtragend, die Kinder können es immer wieder neu versuchen. Einem Huhn, das mit großer Kraft pickt, einen Apfelschnitz hinzuhalten, kostet Überwindung, aber nach und nach entspannt man. Man lernt, man versteht die Signale, man gewinnt Sicherheit und traut sich was. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Kontakt zu Tieren Stress reduziert und sich positiv auf das Immunsystem, auf die emotionale Entwicklung und die Sozialkompetenz auswirkt. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder selbst entscheiden, wann sie was wagen. So erleben sie sich selbst als jemanden, der rücksichtsvoll, verantwortungsvoll mit dem Tier in Kontakt tritt. Das geht tief unter die Haut.

S: Unsere Kaninchen sind keine Kinder-Kaninchen. Erst, wenn man es schafft, ein paar Minuten still auf einem Strohballen zu sitzen, kommen sie und schnuppern. Die Kinder lernen also Geduld. Und sie lernen, etwas auszuhalten, Frustrationstoleranz. Obwohl sich die kuscheligen Kaninchen nicht streicheln lassen, gehen die Kinder zufrieden aus dem Kaninchenstall, weil das Erlebnis, dass das Kaninchen an ihnen geschnüffelt hat, schon reicht. Diese Zufriedenheit ist schon fast ein In-Sich-Ruhen, aber es braucht Zeit und Geduld. Wir sind kein Streichelzoo, wo man nichts tun, keine Geduld haben, nichts aushalten muss.

V: Die Tiere sind nicht zu unserem Vergnügen da, wir tun auch etwas für sie. Auch die Kinder. Ausmisten, füttern, Wasser geben – es ist sehr befriedigend für die Kinder, daran mitzuwirken, dass es den Tieren gut geht. Auch motorisch ist es spannend. Es ist gar nicht so einfach, einen Rechen zu benutzen oder die Schubkarre über eine Bohle zum Container für den Mist hochzuschieben. Das macht einen Heidenspaß.

» Wisst ihr schon, was die Kinder am liebsten tun?

S: Viele fahren gern Schubkarre und misten. Ich hatte einen Jungen, der hatte das erste Mal in seinem Leben eine Mistgabel in der Hand und wusste überhaupt nicht, was er damit tun sollte. Er war ganz unglücklich. Eine Erzieherin hat ihm gesagt, stell dir vor, du würdest damit Spaghetti essen. Da hat er es verstanden und wollte gleich den ganzen Schafstall ausmisten; ich konnte ihn gar nicht mehr bremsen. Andere bürsten auch gern die Esel, aber viele finden die Schubkarre, die Schaufel für die Pferdeäpfel und die Mistgabel spannend.

V: Eine spannende Herausforderung ist es auch, die schweren Wasserkanister für die Schafe zur Wiese zu karren, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Manche suchen sich Unterstützung, arbeiten zu zweit. Sie finden unterschiedliche Lösungen und lernen ihre Grenzen kennen.

S: Es sind überschaubare, sinnvolle Tätigkeiten, an denen sie sich ausprobieren können. Anspruchsvoller und eher etwas für Kinder, die häufiger kommen, ist das Esel-Führen: Man muss sich fokussiert da hinwenden, wo man hin möchte; wenn man sich umdreht, bleibt der Esel stehen, weil er das als Stoppsignal versteht.

V: Zugleich muss man den Esel wahrnehmen, spüren, wenn er stehen bleibt und wann der Impuls zum Weitergehen kommt. Es nutzt nichts, zu ziehen und zu zerren. Der Esel braucht seine Zeit.

» Diese Übung täte auch vielen Eltern gut.

S: Klar! Das ist Wahrnehmung, Achtsamkeit, Zeit lassen und Zeit geben. Wenn ich mit dem Esel spazieren gehe und den nächsten Termin schon im Kopf habe, kann ich es gerade lassen, das wird nichts. Ich brauche die innere Ruhe, um mit seinen Eigenheiten klarzukommen, dieses Im-Hier-und- Jetzt-Sein. Die Esel bringen mir bei, mich auf das zu konzentrieren, was ich gerade tue.

V: Diese Zeit muss man auch den Kindern lassen und ihnen nichts aufzwingen. Wenn man sie lässt, können sie ganz in einer Tätigkeit versinken. Oder es kommt ein neuer Impuls, etwas anderes zu tun, das ist dann auch in Ordnung. Sie sollen selbst entscheiden, wo sie hinwollen.

S: Ich halte keinen Vortrag darüber, was Esel brauchen. Ich tue, was getan werden muss, und die Kinder ahmen das nach.

V: Es geht uns weniger um Wissensvermittlung, wir sind kein Freilichtmuseum. Handlungsorientierung bedeutet für uns echtes, sinnhaftes Tun, bei dem die Kinder mitmachen können. Das ist nicht kognitiv, sondern es geht um das Tun und um sinnliches Erleben - das Schaf, die Wolle, sein Geruch. Das bleibt hängen.

S: Im wahrsten Sinne des Wortes!

V: Ja, das bleibt auch an den Händen hängen und in den Klamotten.

S: Die Tiere haben auf jeden Fall eine emotionale Wirkung. Es war ein Riesenunterschied, als sie kamen. Auch vorher haben wir schon mit Kindern in der Natur gearbeitet, in der Kartoffelgruppe zum Beispiel. Aber als die Schafe da waren, war auf einmal Leben in der Mühle. Die entwickeln eine Faszination, das schafft eine Tomatenpflanze halt erst beim zweiten Hinschauen.

» Welche Tiere wollt Ihr denn haben?

S: Bisher sind die Tiere zu uns gekommen, wir haben sie uns nicht ausgesucht. Ein Schäfer, der mit seiner Herde Naturschutzgebiete pflegt, wollte ein paar Schafe bei uns einstellen und merkte dann, dass auch seine Esel im Winter besser bei uns aufgehoben wären. Die beiden ersten Hühner, Frau Günther und Hilde, haben wir gefunden - wahrscheinlich hatte sie jemand ausgesetzt, es ging ihnen nicht gut. Sie haben sich prächtig entwickelt und schenken uns regelmäßig Eier. Die Kaninchen hat uns jemand gegeben, der umgezogen ist, und Pony und Pferd gehören Leuten, die schnell einen neuen Stall brauchten. Alle Tiere haben uns gefunden. Es gibt noch Ideen...

V: Bald kommt ein Bienenstock auf die Mühleninsel, den uns eine Privatperson gesponsert hat. Ein Unternehmen hat uns an seinem Social Day Hochbeete und einen Hühnerstall gebaut, der demnächst bezogen wird. Auch eine Bienenblumenwiese wird bald belebt.

S: Wir sind sehr froh über die vielen Helfer, die ehrenamtlich mitmachen. Wir bekommen noch keine Finanzierung und bestreiten alle Kosten aus den Beiträgen der Fördermitglieder, Spenden und dem ehrenamtlichen Engagement.

V: Wir hoffen, dass viele der Familien, die an den Offenen Nachmittagen kommen oder uns bei anderer Gelegenheit kennengelernt haben und mithelfen wollen, unser Angebot zu erweitern, jetzt Fördermitglieder werden. Eine Familie zahlt 100 Euro im Jahr - dafür Natur und Tiere erleben, das lohnt sich doch!

– Das Interview führte Volker Schmidt

Verena Holly
Stellvertretende Vorsitzende
Fundraising
Naturpädagogische Konzeption
Schilasmühle

Sandra Brinkmann to Broxten
Vorstand
Betriebsführung Naturfarm
Öffentlichkeitsarbeit
Schilasmühle

Begegnung mit dem Urselbach

Im gelbbraunen Herbstlaubkleid schäumt der Urselbach über schwere Steine, sein Mäanderbett weichgezeichnet im Novemberniesel. Wir sind hergekommen, um ihn befragen, wie es ihm geht. Katja ist Geomantin, vertraut damit, die Identität eines Ortes zu erfassen und wiederzugeben. Geomantie heißt wörtlich „Weissagung der Erde“. Wie bei jemandem, den wir kennen lernen wollen, erkundigen wir uns nach dem Befinden, treten durch die Meditation in ein Zwiegespräch.

Wir meditieren, öffnen uns. Alle Erscheinungsformen der Natur, heißt es, sind Bewusstsein: Tiere, Pflanzen, aber auch Steine, Berge oder eben ein Bach. Ein Geomant ist jemand, der, an geistige Ebenen angebunden, eine feine Wahrnehmung für die Manifestationen der Erde entwickelt hat. Er kann andere Menschen darin begleiten, sich abseits ihrer rational strukturierten Realität in Bereiche zu begeben, die ihnen einen ganzheitlicheren Zugang zu anderen Bewusstseinsebenen ermöglichen. Über die eigene Erfahrung können wir die Essenz eines Ortes, einer Landschaft in uns aufnehmen. In der Geomantie verbinden sich Menschen mit diesem Bewusstsein; manche nehmen Bilder oder Gerüche wahr, andere hören Töne, Worte.

Ich rieche einen süßlichen Duft. Das Herbstlaub? Ein Rest Weichspüler in meiner Kleidung? Oder ist da etwas im Bach, was nicht hineingehört? Kühl ist es auf meiner Haut, feucht, lebendig. Der späte pralle Herbst versprüht noch Kraft, ein alter Narr, der freudig in den Winter tanzt. Vor mir schweben Blätter durch das Wasser. Ich werde ruhig. Plötzlich, blitzschnell, ein Fisch.

Ich blicke Richtung Bachquelle, schließe die Augen. Einen Sog spüre ich, rückwärts, zur Mündung hin. Ich bin eine Blockade in einem Strom. Wenn ich den Bach hinab blicke, werde ich zum Teil dieses Fließens. Ein angenehmes Gefühl, harmonisch.

Flüsse und Bäche transportieren aus Sicht der Geomantie Informationen. Genau wie die Wasseradern, denen Radiästheten mit Wünschelruten nachspüren: unterirdische Wasserläufe tief in der Erde, mit denen wir in Resonanz stehen. Über Störungen im Wohnumfeld werden wir oft darauf aufmerksam: Unwohlsein, der Eindruck von Kälte, Alpträume, starke Emotionen und anderes können Aufforderungen sein, sich sowohl den Themen eines Ortes als auch den eigenen zu stellen, um diese in Harmonie zu bringen. Für Naturwissenschaftler sind diese Einflüsse nicht messbar.

Bei einer geomantischen Untersuchung werden ein Haus oder Garten, ein Grundstück, eine Stadt oder eine Landschaft auf mögliche Störungen feinstofflich untersucht. Das Bild, das sich dabei allmählich offenbart, bietet dem geistig Forschenden die Chance, mit seiner engsten Umgebung in Kontakt zu treten, sich vertraut zu machen und zu erkennen. Die aus dieser Arbeit resultierenden Impulse können bis hin zur Umgestaltung des Wohn- und Lebensraumes reichen. Es ist, als wenn man eine alte Haut abstreifen und sein Umfeld dem neuen Bewusstsein anpassen möchte.

Katja fragt: Wie geht es dir, Urselbach? Sie bekommt diese Antwort: „Was stellst du für Fragen! Schau mich doch an, wie ich sprudelnd die Steine entlang fließe, mit Schaum zwar, aber ungebrochen in meiner Kraft. Die Menschen nehmen sich wieder mehr meiner an und schätzen es, wenn sie mich erfahren können. Und ich gebe mir große Mühe, diese Landschaft, die sich in der letzten Zeit so verändert hat, lebendig zu halten. Es fällt mir zugegebenermaßen nicht immer leicht, da ich vielerorts eingeschränkt werde und einiges aufnehmen muss, das bereinigt gehört, doch werde ich auch seit Jahren getragen von der Freude der Niederurseler Kinder, die sich hier ein Stück in der Freiheit erfahren, die ihnen zunehmend verwehrt wird. Ja, ich versuche etwas von meinem Ursprung zu erzählen, von der Weite der Landschaft und den Kräften, die dort walten. Frankfurt hat es bitter nötig, denn die Menschen sind hier noch ein Stück weiter von ihrer Natur entfernt als andernorts. Und so ist es meine Aufgabe, unermüdlich und doch immer wieder neu zu erzählen, was uns verbindet: die Freude am Leben, das Glück, hier zu sein und dieses zu erleben.“

Auch ich frage den Bach, wie es ihm geht. Hätte er Schultern, er würde sie zucken: „Wie soll es mir gehen?“, tönt sein uraltes Rauschen. „Ich fließe. Ich bin immer geflossen. Seit hunderten, ach, seit tausenden von Jahren. Mein Bett wird hier mal eingezwängt und da wieder befreit, mein Wasser auf Mühlen gelenkt, durch Abwasser verunreinigt. Ich fließe. Man baut Brücken über mich und reißt sie wieder ein. Ich fließe. Ein Baumstamm fällt um, Äste werden angeschwemmt, ich staue mich an, ich muss mit Gewalt ein Stück aus der Böschung reißen. Ich fließe weiter. Ich bin, der ich bin.“

Katja Geadah, von Haus aus Architektin, hat ihre Geomantie-Ausbildung bei Dr. Gregor Arzt 2014 abgeschlossen und arbeitet als Geomantin mit Schwerpunkt Hausuntersuchungen. Ihre Website ist unter www.geomantie-und-gestaltung.de zu finden.

„Gesundheit aus dem Bienenstock“ – Heilen mit Bienenprodukten

„Gesundheit aus dem Bienenstock“ – Heilen mit Bienenprodukten

 

Themenabend der BKKVBU am hof Niederursel

 

Die Bienen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems. Die Bienen versorgen uns Menschen nicht nur mit Honig, sondern auch mit zahlreichen Wirkstoffen, die in der Naturmedizin und -Kosmetik eingesetzt werden. Wussten Sie zum Beispiel, dass Bienengift schmerzstillend und antientzündlich wirkt? Oder, dass das von Bienen produzierte Propolis zur Stärkung des Immunsystems beiträgt? Über dies und viele andere Kräfte der Bienenprodukte sowie zu nachhaltigen und alternativen Heilmethoden der Apitherapie wird der Imker und Chemiker Dr. Thomas Glogler vom Api-Zentrum Ruhr einen informativen Vortrag halten.

 

Initiatorin des Themenabends rund um die „Gesundheit aus dem Bienenstock“ ist die BKK∙VBU, die sich als nachhaltige Krankenkasse mit besonderem Blick auf die Naturheilkunde präsentiert. „Täglich arbeiten wir daran ökologisch zu wirtschaften und einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen zu etablieren“, sagt Marie Fräßdorf, die Leiterin der hessischen ServiceCenter. „Auch wenn die Kosten für Apitherapie von Krankenkassen (noch) nicht bezuschusst werden dürfen, möchten wir therapeutische Alternativen aufzeigen und etwas weiter über den Tellerrand der medizinischen Versorgung hinausschauen.“ so Fräßdorf.

 

Der kostenfreie Themenabend „Gesundheit aus dem Bienenstock“ findet am 15. Mai 2019 um 18 Uhr statt. Veranstaltungsort ist „Der Hof“, Alt-Niederursel 51 in 60439 Frankfurt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bittet die BKK∙VBU um kurze Voranmeldung per Telefon unter 069 450911-4343, per E-Mail an oder direkt über unsere Internetseite www.meine-krankenkasse.de(Suchbegriff „Frankfurt“).

Stellenangebote

Erzieherin/Erzieher in Vollzeit für die Wiegestube Sonnenschein

Für die  Wiegestube Sonnenschein am hof, in Frankfurt- Niederursel suchen wir ab sofort eine Erzieherin bzw. einen Erzieher in Vollzeit.

In unserer Einrichtung werden Kinder von 6 Monaten bis zu 3 Jahren betreut, in drei Gruppen mit jeweils 10 Kindern. Wir arbeiten auf Basis der Waldorfpädagogik und der Piklerpädagogik. Lebensfreude, Zufriedenheit und Forscherdrang der Kinder stehen für uns an erster Stelle. Die freie Aktivität der Kinder ist uns sehr wichtig. Eine Voraussetzung dafür ist der achtsame Umgang mit ihnen.

Wir erwarten von Ihnen Engagement und Verantwortungsbewusstsein,  Offenheit und Interesse für neue Wege, sowie die Bereitschaft zur Selbstreflexion. Wir bieten eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einer dörflichen Umgebung und doch in Frankfurt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

 

Wiegestube Sonnenschein

z.Hd. Marie-Luise Compani

Alt-Niederursel 51

60439 Frankfurt

Freiwillig SOZIAL und Öko? Logisch!

Wir suchen Bundesfreiwillige/r; FSL`ler/in; Praktikant/in

für unser Naturpädagogisches Zentrum Schilasmühle

Kontakt:

www.schilasmuehle.de

Tel.: 069/58030949

Naturpädagogisches Zentrum Schilasmühle

Oberurseler Weg 11

60439 Frankfurt