Tag der offenen Hoftore

Der "Tag der offenen Hoftore" hat eine lange Tradition. Seit vielen Jahren lockt des herbstliche Fest Besucher in die malerischen Fachwerkgehöfte im alten Ortskern Niederursels. Auch dieses Jahr möchten wir Sie ganz herzlich einladen, am Donnerstag, den 3. Oktober mit uns zu feiern. In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto "Nachhaltigkeit". Zahlreiche Initiativen, die versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen, präsentieren sich.

Ein Ort, der guttut

Verena Holly und Sandra Brinkmann to Broxten erkären die Schilasmühle

 

» Was entsteht da in der Schilasmühle?

V: Ein Ort für Kinder, aber auch für Erwachsene, an dem sie Natur und Tiere erleben können. Ein Ort, der guttut, weil die Natur die Lebenskräfte stärkt. Ein Ort, an den man gern hingeht, sich wohlfühlt - eine Heimat. Auch für Kinder, die in schwierigeren Umständen leben.

S: Kinder sollen sich selbst spüren und erleben und auch mal im Matsch wühlen können. Es soll ein wohltuender Ort sein in dieser wunderbaren Niederurseler Bachaue, die sich geradezu dafür anbietet.

» Wie entstand diese Idee?

S: Die Mühle hat den Gedanken geweckt, dass hier ein Raum der Naturerfahrung und der Tiere entstehen könnte. Denn am hof wird so vieles rund ums Kind angeboten, aber ein solcher Raum hat noch gefehlt.

V: In Frankfurt gibt es Museen und den Zoo, aber Nutztiere sind kaum erlebbar. Es gibt weniger Hühner oder Schafe oder Esel. Als es überall einen Bauernhof mit Tieren in der Nähe gab, war auch der Jahreslauf präsenter: Immer wurde gepflügt, gesät, geerntet, weiterverarbeitet. Das bekommen Kinder heute nicht mehr mit. Wo kommt etwas her, was muss ich dafür tun, wo kann ich selbst Hand anlegen: Diese Zusammenhänge wollen wir vermitteln.

S: Es geht um sinnhafte Tätigkeiten in der Natur, die auch ein Ergebnis haben: Man mistet den Schafstall, bringt den Mist auf den Misthaufen, später kommt er auf die Felder. Dort wachsen die Karotten, die das Schaf wiederum zu fressen bekommt. Wenn wir es schaffen, solche Kreisläufe für Kinder erlebbar zu machen, ist das eine tolle Erfahrung.

» Welche Rolle spielt dabei das Tier, mal abgesehen vom Mist?

V: Die Arbeit mit Tieren in der Pädagogik ist wunderbar vielfältig. Das Tier ist ein Gegenüber. Das beginnt mit der Frage, wie nähere ich mich dem Tier, welche Signale sendet es mir, wie reagiert es auf mich. Ich bekomme ein ganz schnelles Feedback: Wenn ich mich hektisch und ruckartig einem Esel nähere, weicht er zurück. Dann merken Kinder schnell, dass sie sich vielleicht anders verhalten müssen, als sie es gewohnt sind und erleben gleich den Unterschied.

S: Heute war ich ganz neidisch: Ein Mädchen, etwa zweite Klasse, ging in den Hühnerstall, und eine Henne hat sich sofort auf ihren Schoß gesetzt - das hat die bei mir noch nie getan! Was hat dieses Kind anders gemacht als ich? Und unser Esel, Hermine, hat wohl schlechte Erfahrungen mit Erwachsenen gemacht, aber je kleiner Menschen sind, je besser verträgt sie es und bleibt ruhig stehen. Kinder haben also einen anderen Zugang.

» Welche Tiere sind am beliebtesten bei den Kindern?

S: Alle haben eine Tierart, mit der sie am liebsten umgehen. Manche suchen sich ein Tier, das ihnen ähnlich ist, manche eher eines, bei dem sie spüren, dass es sie braucht, dass sie eine Eigenschaft haben, mit der sie dem Tier helfen können. Manche sind mutig und übernehmen Verantwortung für ein Tier, das ihnen etwas abverlangt; andere brauchen vielleicht selbst mehr Bestätigung.

V: Kinder haben ein Gespür dafür, was sie gerade brauchen. Und die Tiere spiegeln ihnen ihre Emotionen. Sie bewerten nicht, sie nehmen die Kinder so, wie sie sind. Sie sind nicht nachtragend, die Kinder können es immer wieder neu versuchen. Einem Huhn, das mit großer Kraft pickt, einen Apfelschnitz hinzuhalten, kostet Überwindung, aber nach und nach entspannt man. Man lernt, man versteht die Signale, man gewinnt Sicherheit und traut sich was. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Kontakt zu Tieren Stress reduziert und sich positiv auf das Immunsystem, auf die emotionale Entwicklung und die Sozialkompetenz auswirkt. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder selbst entscheiden, wann sie was wagen. So erleben sie sich selbst als jemanden, der rücksichtsvoll, verantwortungsvoll mit dem Tier in Kontakt tritt. Das geht tief unter die Haut.

S: Unsere Kaninchen sind keine Kinder-Kaninchen. Erst, wenn man es schafft, ein paar Minuten still auf einem Strohballen zu sitzen, kommen sie und schnuppern. Die Kinder lernen also Geduld. Und sie lernen, etwas auszuhalten, Frustrationstoleranz. Obwohl sich die kuscheligen Kaninchen nicht streicheln lassen, gehen die Kinder zufrieden aus dem Kaninchenstall, weil das Erlebnis, dass das Kaninchen an ihnen geschnüffelt hat, schon reicht. Diese Zufriedenheit ist schon fast ein In-Sich-Ruhen, aber es braucht Zeit und Geduld. Wir sind kein Streichelzoo, wo man nichts tun, keine Geduld haben, nichts aushalten muss.

V: Die Tiere sind nicht zu unserem Vergnügen da, wir tun auch etwas für sie. Auch die Kinder. Ausmisten, füttern, Wasser geben – es ist sehr befriedigend für die Kinder, daran mitzuwirken, dass es den Tieren gut geht. Auch motorisch ist es spannend. Es ist gar nicht so einfach, einen Rechen zu benutzen oder die Schubkarre über eine Bohle zum Container für den Mist hochzuschieben. Das macht einen Heidenspaß.

» Wisst ihr schon, was die Kinder am liebsten tun?

S: Viele fahren gern Schubkarre und misten. Ich hatte einen Jungen, der hatte das erste Mal in seinem Leben eine Mistgabel in der Hand und wusste überhaupt nicht, was er damit tun sollte. Er war ganz unglücklich. Eine Erzieherin hat ihm gesagt, stell dir vor, du würdest damit Spaghetti essen. Da hat er es verstanden und wollte gleich den ganzen Schafstall ausmisten; ich konnte ihn gar nicht mehr bremsen. Andere bürsten auch gern die Esel, aber viele finden die Schubkarre, die Schaufel für die Pferdeäpfel und die Mistgabel spannend.

V: Eine spannende Herausforderung ist es auch, die schweren Wasserkanister für die Schafe zur Wiese zu karren, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Manche suchen sich Unterstützung, arbeiten zu zweit. Sie finden unterschiedliche Lösungen und lernen ihre Grenzen kennen.

S: Es sind überschaubare, sinnvolle Tätigkeiten, an denen sie sich ausprobieren können. Anspruchsvoller und eher etwas für Kinder, die häufiger kommen, ist das Esel-Führen: Man muss sich fokussiert da hinwenden, wo man hin möchte; wenn man sich umdreht, bleibt der Esel stehen, weil er das als Stoppsignal versteht.

V: Zugleich muss man den Esel wahrnehmen, spüren, wenn er stehen bleibt und wann der Impuls zum Weitergehen kommt. Es nutzt nichts, zu ziehen und zu zerren. Der Esel braucht seine Zeit.

» Diese Übung täte auch vielen Eltern gut.

S: Klar! Das ist Wahrnehmung, Achtsamkeit, Zeit lassen und Zeit geben. Wenn ich mit dem Esel spazieren gehe und den nächsten Termin schon im Kopf habe, kann ich es gerade lassen, das wird nichts. Ich brauche die innere Ruhe, um mit seinen Eigenheiten klarzukommen, dieses Im-Hier-und- Jetzt-Sein. Die Esel bringen mir bei, mich auf das zu konzentrieren, was ich gerade tue.

V: Diese Zeit muss man auch den Kindern lassen und ihnen nichts aufzwingen. Wenn man sie lässt, können sie ganz in einer Tätigkeit versinken. Oder es kommt ein neuer Impuls, etwas anderes zu tun, das ist dann auch in Ordnung. Sie sollen selbst entscheiden, wo sie hinwollen.

S: Ich halte keinen Vortrag darüber, was Esel brauchen. Ich tue, was getan werden muss, und die Kinder ahmen das nach.

V: Es geht uns weniger um Wissensvermittlung, wir sind kein Freilichtmuseum. Handlungsorientierung bedeutet für uns echtes, sinnhaftes Tun, bei dem die Kinder mitmachen können. Das ist nicht kognitiv, sondern es geht um das Tun und um sinnliches Erleben - das Schaf, die Wolle, sein Geruch. Das bleibt hängen.

S: Im wahrsten Sinne des Wortes!

V: Ja, das bleibt auch an den Händen hängen und in den Klamotten.

S: Die Tiere haben auf jeden Fall eine emotionale Wirkung. Es war ein Riesenunterschied, als sie kamen. Auch vorher haben wir schon mit Kindern in der Natur gearbeitet, in der Kartoffelgruppe zum Beispiel. Aber als die Schafe da waren, war auf einmal Leben in der Mühle. Die entwickeln eine Faszination, das schafft eine Tomatenpflanze halt erst beim zweiten Hinschauen.

» Welche Tiere wollt Ihr denn haben?

S: Bisher sind die Tiere zu uns gekommen, wir haben sie uns nicht ausgesucht. Ein Schäfer, der mit seiner Herde Naturschutzgebiete pflegt, wollte ein paar Schafe bei uns einstellen und merkte dann, dass auch seine Esel im Winter besser bei uns aufgehoben wären. Die beiden ersten Hühner, Frau Günther und Hilde, haben wir gefunden - wahrscheinlich hatte sie jemand ausgesetzt, es ging ihnen nicht gut. Sie haben sich prächtig entwickelt und schenken uns regelmäßig Eier. Die Kaninchen hat uns jemand gegeben, der umgezogen ist, und Pony und Pferd gehören Leuten, die schnell einen neuen Stall brauchten. Alle Tiere haben uns gefunden. Es gibt noch Ideen...

V: Bald kommt ein Bienenstock auf die Mühleninsel, den uns eine Privatperson gesponsert hat. Ein Unternehmen hat uns an seinem Social Day Hochbeete und einen Hühnerstall gebaut, der demnächst bezogen wird. Auch eine Bienenblumenwiese wird bald belebt.

S: Wir sind sehr froh über die vielen Helfer, die ehrenamtlich mitmachen. Wir bekommen noch keine Finanzierung und bestreiten alle Kosten aus den Beiträgen der Fördermitglieder, Spenden und dem ehrenamtlichen Engagement.

V: Wir hoffen, dass viele der Familien, die an den Offenen Nachmittagen kommen oder uns bei anderer Gelegenheit kennengelernt haben und mithelfen wollen, unser Angebot zu erweitern, jetzt Fördermitglieder werden. Eine Familie zahlt 100 Euro im Jahr - dafür Natur und Tiere erleben, das lohnt sich doch!

– Das Interview führte Volker Schmidt

Verena Holly
Stellvertretende Vorsitzende
Fundraising
Naturpädagogische Konzeption
Schilasmühle

Sandra Brinkmann to Broxten
Vorstand
Betriebsführung Naturfarm
Öffentlichkeitsarbeit
Schilasmühle

„Gesundheit aus dem Bienenstock“ – Heilen mit Bienenprodukten

„Gesundheit aus dem Bienenstock“ – Heilen mit Bienenprodukten

 

Themenabend der BKKVBU am hof Niederursel

 

Die Bienen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems. Die Bienen versorgen uns Menschen nicht nur mit Honig, sondern auch mit zahlreichen Wirkstoffen, die in der Naturmedizin und -Kosmetik eingesetzt werden. Wussten Sie zum Beispiel, dass Bienengift schmerzstillend und antientzündlich wirkt? Oder, dass das von Bienen produzierte Propolis zur Stärkung des Immunsystems beiträgt? Über dies und viele andere Kräfte der Bienenprodukte sowie zu nachhaltigen und alternativen Heilmethoden der Apitherapie wird der Imker und Chemiker Dr. Thomas Glogler vom Api-Zentrum Ruhr einen informativen Vortrag halten.

 

Initiatorin des Themenabends rund um die „Gesundheit aus dem Bienenstock“ ist die BKK∙VBU, die sich als nachhaltige Krankenkasse mit besonderem Blick auf die Naturheilkunde präsentiert. „Täglich arbeiten wir daran ökologisch zu wirtschaften und einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen zu etablieren“, sagt Marie Fräßdorf, die Leiterin der hessischen ServiceCenter. „Auch wenn die Kosten für Apitherapie von Krankenkassen (noch) nicht bezuschusst werden dürfen, möchten wir therapeutische Alternativen aufzeigen und etwas weiter über den Tellerrand der medizinischen Versorgung hinausschauen.“ so Fräßdorf.

 

Der kostenfreie Themenabend „Gesundheit aus dem Bienenstock“ findet am 15. Mai 2019 um 18 Uhr statt. Veranstaltungsort ist „Der Hof“, Alt-Niederursel 51 in 60439 Frankfurt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bittet die BKK∙VBU um kurze Voranmeldung per Telefon unter 069 450911-4343, per E-Mail an oder direkt über unsere Internetseite www.meine-krankenkasse.de(Suchbegriff „Frankfurt“).

Bioladen

Ihr Bioladen mitten im Dorf

Der Bioladen im Holderhof ist sicher einer der idyllischsten Läden im Frankfurter Raum mit besonders schönem Umfeld und liebenswerter Atmosphäre. Wir bieten unseren Kunden ein ausgewähltes Sortiment an guten Bioprodukten und Naturkosmetik, wir beraten Sie gerne bei Rezeptideen, halten interessante Geschenkideen für Sie bereit und möchten, dass Sie sich beim Einkauf gut beraten und bedient fühlen.

Unser „Dauertiefpreis-Angebot“:
Bei uns sparen Sie Zeit, Wege und Stress – durch einen Einkauf direkt vor Ort in Ihrem Bioladen am Hof.

Hohe Achtsamkeit auf Qualität
Ob Eis oder kindgerechte Tomatensauce, interessante Müslimischungen, feine Öle, duftende Seifen oder köstlicher handwerklich hergestellter Käse – alle Produkte in der Fruchtbaren Erde sind aus kontrolliert biologischem, viele sogar aus biologisch-dynamischem Anbau, auf den wir besonderen Wert legen, denn der Demeter Anbauverband hat die strengsten und sorgfältigsten Richtlinien für Erzeuger und Verarbeiter.

Neben handgefertigten Produkten wie zum Beispiel Kämme und Bürsten vom Familienbetrieb Kost-Kamm halten wir auch ein wachsendes Sortiment von Produkten für Kinder bereit, wie Wachsmalblöcke, Öko Knete, Emil Flaschen, Seifenblasen und Kinderseife von Sonett sowie Öko Badezusätze, die Gross und Klein Spass machen!

Ganz neu ist unser Tee- und Gewürze-Sortiment von Sonnentor – einem inspirierenden Betrieb in Österreich, den Lisbeth Busch und Susanne Sauer zum Kräuterfest im August selbst besucht haben.

Bevorzugte Produkte aus der Region
Ein besonderes Herzanliegen ist uns die große und frische Auswahl an Obst und Gemüse und das Sortiment an Produkten aus der Region, die wir aufgrund ihrer besonderen Qualität gerne verkaufen. Besonders begeistert sind wir von unserem regionalen Käseangebot, das unter anderem die Produkte vom Dottenfelder Hof in Bad Vilbel, dem Hofgut Oberfeld in Darmstadt, der Domäne Mechthildshausen bei Wiesbaden und der Ziegenkäserei Berghof in Schöllkrippen umfasst.

Jeden Mittwoch werden wir mit frischer Milch und Milchprodukten sowie verschiedenen Brotsorten vom Dottenfelder Hof beliefert.

Wir suchen Verstärkung für unser Team! Bei Interesse lesen Sie bitte hier weiter. 

Wir sind auch weiterhin für Sie da!

Unsere Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag 9.00 – 13.00 Uhr

Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag Nachmittag 14.00 – 18.00 Uhr

Dienstag Nachmittag geschlossen!

 

Mittlerweile können zum Einkaufen wieder mehrere Kund*Innen gleichzeitig unseren Laden betreten – mit Mundschutz! Kurze Wartezeiten in unserem schönen Innenhof – falls einmal mehr als 4 Kunden im Laden sind – kommen ab und zu noch vor. Wir danken für Ihr Verständnis!

 

Wir machen Ferien: 

Von Samstag 1. August (einschliesslich) bis Sonntag 9. August bleibt unser Geschäft während der Sommerferien geschlossen. Ab Montag, dem 10. August sind wir wieder für Sie da!

Mitarbeiter

Lisbeth Busch

Susanne Sauer

Nicole Heilmann