Gedenken am Totensonntag

Zum Totensonntag erinnern wir uns alljährlich am hof in einer Gedenkstunde im Holdersaal an liebe Verstorbene, darunter auch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht mehr auf der Erde verweilen. In diesem Jahr ist diese Gedenkstunde am 22. November um 17 Uhr. Zweien in diesem Jahr verstorbener langjähriger Weggefährten gilt das Gedenken besonders: Armin Gnadt und Lore Fecke.

Armin Gnadt starb am 26. Juni im Alter von 76 Jahren nach schwerer Krankheit. Er war schon sehr früh zur Hof-Initiative dazu gestoßen, prägte über viele Jahre das Leben am Hof mit und brachte sich idealistisch und enthusiastisch ein. Sein Atelier für Gestaltung hatte er über viele Jahre oben im Turm über Jacques‘ Wein-Depot eingerichtet, wo er Graphik und Farbgestaltung einerseits und Autodesign andererseits in zwei ganz unterschiedlichen Welten betrieb. Armin Gnadt hatte bei Daimler gelernt und designte später für Opel und Kamei. Dort entwickelte er viele Generationen von Dachboxen und war auch noch für deren Gestaltung zuständig, als er sich bereits in Niederursel selbständig gemacht hatte und mit Waldorfpädagogik und Anthroposophie in immer tiefere Berührung kam. Er bestritt am hof viele Kurse und Seminare, prägte die Gestaltung der hof-Räume mit und hat das hof-Logo entwickelt. Später wurde er, der mit seiner Frau Anne im Dorfwiesenweg wohnte, eine Art Berater des hofes im Hintergrund. Er leitete viele Jahre lang das Waldorflehrerseminar in Frankfurt und gab dort Malunterricht. Armin Gnadt wurde auf dem Niederurseler Friedhof beigesetzt.

Am 9. Oktober ging Lore Fecke in Aja’s Gartenhaus mit 93 Jahren über die Schwelle des Todes, nachdem sie die Letzte Ölung erhalten hatte. Lore Fecke, geboren 1927, gehörte 1974 zur Gründungsgruppe des hofes und war schon von den Anfängen 1972 an in der Keller-Arbeitsgruppe zusammen mit Gisela Brandt dabei. Später begründete sie einen kleinen Laden für ökologische Farben und Spielsachen am hof, aus dem sich bald das Geschäft „Gesund Wohnen“ entwickelte. Bis zu ihrer Rente Mitte der 90er Jahre begleitete sie diesen Laden mit vollem Engagement besonders im Bereich der Spielsachen und Bücher und war noch einige Jahre darüber hinaus in der wöchentlichen „hof“-Konferenz vertreten.