Vorweihnachtlicher Spendenaufruf der Freien Bildungsstätte

Liebe Freundinnen und Freunde des „hofes“,

nun nahen die Wochen, in denen mir bisweilen der etwas aus der Mode gekommene Joseph von Eichendorff in den Sinn kommt, Lyriker der Romantik und Freiherr noch dazu, der in seinen Gedichten so wunderbar die Beseligung erfassen kann, nach der sich Menschen in der Vorweihnachtszeit manchmal sehnen. Nach diesem Gefühl von Wunder, von Sternenstaub, von Engelshaar und Liedern, die zu Herzen gehen. Eichendorff wandert in seinem Gedicht „Weihnachten“ zuerst bewundernd durch die Stadt „an den Fenstern haben Frauen buntes Spielzeug fromm geschmückt“, dann verlässt er den Raum der Menschen und geht hinaus in die Natur „bis hinaus ins freie Feld“ und erlebt dort „Hehres Glänzen, heil´ges Schauern“. Er kann sie finden, diese tiefe innere Freude, in der Kultur der Menschen und auch wenn er ein Stück hinaustritt in die Weite – beneidenswert!
Wieviel schwerer ist es in der modernen Zeit, diese Stimmung in mir zu erzeugen. Wie viele Lichterketten, Geschenkles, Weihnachtsfeiern und -männer, Plätzchensorten, Marktbesuche, Drehpyramiden, Rentiere oder ähnliche Familiengebräuche sind wirklich dafür nötig und hilfreich? Was brauche ich, um zu dieser echten Freude zu gelangen? Was wollte ich immer schon mal ausprobieren? Welche Tradition will ich mit meiner Familie begründen in dieser Zeit des Jahres? Welche Erlebnisse sollen meine Kinder in ihren Seelen bewahren?
Vielleicht bieten die noch etwas stilleren Tage des November die Gelegenheit, darüber nachzusinnen und auszuwählen. Und manches möglicherweise auszusortieren. Besonders im Kurs „Weihnachten feiern mit kleinen Kindern“ möchten wir Eltern sehr dazu ermutigen, die eigene, stimmige Art zu finden, ein Fest zu feiern, das doch oft ziemlich überladen daherkommt.
Hier können Sie, liebe Leserin und lieber Leser der hof-Post, den Kern und das Anliegen unserer Arbeit ahnen. Wir möchten Räume schaffen, die wohlig und anregend sind, in denen Familien gerne ankommen, sich austauschen, ihre Fragen bewegen, Unterstützung finden und ihre ganz individuellen Wege für die vielen Herausforderungen des Lebens finden. Das gelingt uns übend und schöpfend aus dem Schatz der Anthroposophie und den Forschungen der Familienärztin Emmi Pikler und durch die vielen Gespräche mit den Menschen, denen wir begegnen dürfen.

Zum Ende des Jahres wagen wir es, uns auch einmal zu unserer finanziellen Lage zu äußern: die Stadt Frankfurt unterstützt viele unserer Projekte durch regelmäßige Zuwendungen. Trotzdem ist es immer schrecklich knapp. Denn nicht ausreichend finanziert ist unser Ringen um wirklich gute Qualität, um schöne Räume für die Familien, um gute Lebensmittel zum Kinderfrühstück, um wertige Spielmaterialien in den Eltern-Kind-Gruppen, um eine regelmäßige Schulung unserer Mitarbeiterinnen, damit sie den vielfältigen Fragstellungen der Eltern gut gerüstet begegnen können, um zusätzliche Fachkräfte wie unsere Hebamme, die gerade in der allerersten Zeit mit dem Baby so wichtig ist und, nicht zu vergessen, einfach um Zeit zu haben, wenn Familien vor großen Herausforderungen stehen und einfach jetzt Unterstützung benötigen.

Wenn Sie mit einer Spende unsere Arbeit unterstützen können, freuen wir uns sehr!

Und für alle Großen und Kleinen, die im Advent einen Kranz binden, eine duftende Kerze tauchen oder sich beim Familiensingen warm ums Herz singen möchten, haben wir uns am „hof“ vorbereitet und laden Sie sehr herzlich zu unseren vorweihnachtlichen Veranstaltungen ein. Schauen Sie einfach auf unsere Homepage oder ins hof-heft.

Eine stimmungsvolle und freiheitlich gestaltete, friedliche Adventszeit wünscht Ihnen im Namen der MitarbeiterInnen der Freien Bildungsstätte

Ihre Susanne Beckey

Kontoinhaber: Gesellschaft zur Jugendförderung und Erwachsenenbildung e.V.

IBAN     DE51 4306 0967 0001 0989 10           BIC    GENODEM1GLS

Für Spenden, die bis zum 31.12.2019 eingehen, wird Ihnen noch im Januar eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie dafür Ihre Adresse auf der Überweisung an.