Warum feste Eltern-Kind-Gruppen?

„Jeden Morgen geht die Sonne auf, in der Wälder wundersamer Runde…“.

So heißt es in einem Morgenlied. Bemerkenswert. Jeden Morgen das Gleiche, offensichtlich, immer und immer wieder. Jeden Tag der gleiche Rhythmus?

Gerade für das kleine Kind eine feine Sache. In ruhiger Atmosphäre jede Woche wieder auf verlässliche und dieselben Menschen zu treffen ist für das kleine Kind, noch mehr aber für den Säugling eine Wohltat. Das Kind kann sich im Laufe der Begegnungen mehr und mehr in die Gruppe begeben. Auch die Eltern werden zu einer Gemeinschaft, in der es möglich ist, sich mit seinen Alltagssorgen vertrauensvoll zu zeigen.

Das Spiel, die Beziehungen und der Umgang miteinander verändern sich maßgeblich durch die homogene Eltern-Kind-Gruppe, die teilweise über 1-3 Jahre besteht. Diese Sicherheit hilft den Kindern bei der Eroberung des Raumes, bei ihren nächsten mutigen Schritten und unterstützt gerade sehr zarte und vorsichtige Kinder dabei, in das Spiel einzutauchen. Die Eltern, die über einen längeren Zeitraum die Bewegungs- und Sprachentwicklung und das soziale Miteinander einer Gruppe etwa gleichaltriger Kinder beobachten, haben die Gelegenheit, eine Fülle von individuellen Wegen zu erleben. Es kann so die Achtung entstehen vor dem ganz besonderen Weg, den sich das eigene Kind wählt und es erfährt in der Gruppe zugleich Unterstützung und Anregung. Durch den immer vertrauter werdenden Umgang miteinander gelingt es, sich in dieser Lebenssituation mit kleinen Kindern zu unterstützen und sich über Fragen untereinander und mit der Gruppenleiterin auszutauschen.

Das Gleichbleibende, Sich-Wiederholende stärkt die Lebenskräfte des Kindes und kann in unserer recht hektischen, individualisierten Welt eine Art Ruhepol für Mutter/Vater und Kind bilden.

Oft entstehen unter den Eltern ganz besondere Freundschaften, die weit über die Gruppenzeit hinausreichen. Verbindlichkeit als Wert kann auch eine feine Sache sein. Hier geht es zu den Eltern-Kind-Gruppen