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Aktuelles im Bereich Kunsttherapie

Mai 2016

Im Leben ergeben sich häufig Veränderungen an die wir uns anpassen müssen. So verabschieden wir uns von Julia von Dall´ Armi. Sie wird nach zweijähriger Mitarbeit hier am Hof zurück nach Berlin gehen. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit und wünschen ihr alles Gute.
Wir versuchen möglichst bald einen neuen Partner zur Verstärkung unseres kompetenten Teams zu finden und werden Ihnen weiterhin mit unserem ganzen Engagement zur Verfügung stehen.


Empathie – eine Grundgeste im therapeutischen Arbeiten
Januar 2016
(Aus dem Hofheft Nr. 10 - Rosemarie Szemkus)

Empathie ist ein Begriff der in therapeutischen Zusammenhängen immer wieder benutzt wird aber was bedeutet er eigentlich genau? Die Bedeutung scheint klar zu sein, aber wenn ich versuche, sie zu erklären, ihren Sinn zu formulieren, wirft das viele Fragen auf.
Ich versuche mich über die beiden Begriffe Sympathie und Antipathie der Bedeutung zu nähern. Beides sind Seelengesten: Ich finde etwas oder jemanden sympathisch, ich fühle mich zu ihm hingezogen bzw. beim Gegenteil bei der Antipathie fühle ich mich abgestoßen. Liegt die Empathie dazwischen? Das würde ja bedeuten mir ist etwas egal, ich bleibe gleichgültig, unberührt?
Aber gerade das meint Empathie ja nicht. Sie ist viel mehr das Bemühen, den anderen Menschen objektiv wahrzunehmen, um dann ein Mitgefühl zu entwickeln. Ein Bemühen ihn in seinem So-sein zu verstehen, ohne sich gefühlsmäßig durch Sympathie oder Antipathie beeinflussen zu lassen.  Nur so kann ich die Nöte des Anderen mit einem gewissen Abstand wahrnehmen und, aus dieser Haltung heraus, ihm hilfreich zur Seite stehen.
Mit Empathie ist also gemeint: sich in einen anderen Körper, eine andere Biographie, ein anderes Schicksal hinein zu fühlen, eine Ahnung zu bekommen wie anders sich ein anderer Mensch fühlt. Daraus kann sich ein staunendes Interesse entwickeln -  statt abwartender Antipathie oder idealisierender Sympathie.
„Urteile nicht über einen Menschen, wenn du nicht einen Tag in seinen Mokassins gegangen bist.“ Sagt eine alte indianische Weisheit. Eine vorurteilsfreie Wahrnehmung und ein Verstehen des Menschen der uns gegenüber steht kann möglich werden, wenn wir uns immer wieder darin üben unsere Gefühle wahrzunehmen. Wenn wir sie kennen und bereit sind sie anzuerkennen, können wir sie zurückstellen, um dem Anderen Raum in uns zu geben.
Während unser Empfindungsleib zwischen Sympathie und Antipathie schwingt ist die Empathie eine reine Ich- Geste. In dem Bemühen mich in den Anderen einzufühlen, muss ich wach und bewusst die Mitte halten – dies ist von zentraler Bedeutung für jede therapeutische Handlung.

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